Wirtschaftsliberalismus und Forschungsmonopolismus
Eine gelegentliche Rekonturierung der Forschungslandschaft ist ohne
Zweifel sinnvoll, auch wenn das an manchen Stellen Schmerzen
verursacht.
Eine Fusion von Grossforschungseinrichtungen kann aber nichts anderes
als eine Monopolisierung zur Folge haben. Allerorten wird von
Wettbewerb gesprochen, Universitäten und Forschung eingeschlossen, aber
wo soll der denn herkommen? Wer soll mit solchermaßen gebündelter
Kompentenz und damit auch Macht in der Forschungslandschaft denn
konkurieren? Da paar 10 “Mann” in den einzelnen Unis sicherlich nicht.
Internationaler Forschungswettbewerb mag noch als Argument gelten, dann
aber bitte die ganze nationale und regionale Forschungsfoerderung
abschaffen und das Geld in weltweite Foerderinstitutionen stecken – und
darauf hoffen, dass das auch wettbewerbfoerderlich funktioniert und
nicht durch politische Interessenslagen verbogen wird.
Man kann natürlich das Geld auch anders anlegen, wer nicht weiß wie, braucht nur hier zu klicken.
Außerdem: Niemand behauptet, der freie Wettbewerb sei per se besonders effektiv -
nein, er bringt nur die effektivsten Ansätze hervor und die in der
Konkurrenz Unterlegenen verschwinden früher oder später. Das schafft
Platz für Neue(s). Zu deutsch: Dieses Prinzip kostet was, bringt aber
am Ende (erfahrungsgemäß) mehr.
Sucht man allerdings die investitionsminimalste Methode, so sind die
ehemals sozialistischen Länder sicherlich ein gutes Vorbild.
