Forschungsförderung = Subvention

Eigentlich war ich ja immer der Meinung, dass es Eigeninteresse jeden Betriebes ist, der dauerhaft bestehen will, Forschung und
Entwicklung zu betreiben. Zumindest, wenn er in einem entsprechenden Umfeld agiert. Aber die Erfahrung zeigt, daß das häufig versäumt wird. Mir
fallen Beispiele von Maschinenbauern , Unterhal- tungselektronik , Chemie-Unternhemen im Kunststoffbe- reich ein, in denen neue Entwicklungen auf dem Weltmarkt einfach verschlafen wurden, teils aus Arroganz, teils aus “Traditionsbewusstsein”, teils aus Unkenntnis. Ist dazu die Politik mit ihren leeren Versprechen und leeren
Kassen notwendig? M.E. nur bedingt. Wenn die Gelder eben nicht an schlecht geführte Großunternehmen, die es eben verabsäumen in F+E zu investie-
ren, sondern an innovative Klein- und Mittelbetriebe geleitet werden, ist´s zu begrüßen. Ich bin mir nicht sicher, ob “Big Pharma” Adressat dieses Pro-
gramms sein soll, glaube aber eher nicht. Im Gegenteil, lese ich heraus, daß Hochtechnologie gefördert werden soll, die bestehende
Investments der Großindustrie eher gefährden und kürzere Inno- vationszyklen durch Konkurrenz fördern.  Wenn ich aber in der News lese, welche Branchen gefördert wer- den sollen, so liest sich das für mich wie der Auszug von eini- gen DAX-Werten. Da ist ja gerade das Problem, daß die Großunternehmen “Investitionssicherung” betreiben und abgeschriebene Prozesse lieber weiter fahren, als sich auf was neues einzulassen, mitunter auf Kosten ihrer eigenen Zukunft. Mehr dazu auch in diesem Fotobuch.